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Schülerpaten-Projekt

Jugendliche sollen mit Unterstützung erfahrener Paten aus der Wirtschaft auf die Arbeitswelt vorbereitet werden.

Geben Sie Ihren Erfahrungsschatz im Rahmen einer wertvollen Zeitspende weiter und werden Sie Pate – Helfen Sie ein Stück Zukunft mitzugestalten!

Inhalt des Projekts

  • Jugendliche - vor allem MittelschülerInnen der 8. Klasse - sollen mit Unterstützung erfahrener Paten aus der Wirtschaft fit für die Arbeitswelt gemacht werden.
  • Dabei geht es nicht so sehr um die Beantwortung fachlicher Fragen wie sie bereits in Bewerbungsseminaren und von den Berufsberatern vorgenommen wird, sondern um konkrete individuelle Begleitung und um Berichte aus der Arbeitswelt.

Warum das Projekt?

  • Viele Jugendliche haben selbst in der Abschlussklasse keine klare Vorstellung, welche Lehrstelle sie anstreben und noch keinerlei Bewerbungsunterlagen; bei vielen fehlen konkrete Vorstellungen, welche fachlichen und sozialen Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewerbung notwendig sind.
  • Jugendliche haben oft Schwierigkeiten, die in Bewerbungsseminaren erworbenen Kenntnisse direkt auf ihre Lehrstellen-/Praktikumsuche anzuwenden. Eltern sind oft überfordert, Lehrer und Berufsberater können sich nicht die erforderliche Zeit nehmen; als Folge hängen die Jugendlichen „in der Luft“.
  • In Gesprächen mit den Schulen sowie mit ausbildenden Betrieben wurde deutlich, dass die „betroffenen“ Jugendlichen vor allem die Zeitspende der Paten dringend benötigen, d.h. den Jugendlichen das Gefühl zu geben, dass sich jemand um sie kümmert, ihnen zuhört, aber ihnen auch Grenzen und klare Linien vorgibt, und sie bei der Lehrstellensuche motiviert und antreibt.
  • Je mehr unsere Gesellschaft arbeitslose Jugendliche ohne Aussicht auf eine Lehrstelle - d.h. ohne Perspektive - hat, desto eher entstehen soziales Konfliktpotential und soziale Kosten. Zudem liegt die Arbeits- und Innovationskraft der Jugendlichen für unsere Gesellschaft brach.

Ablauf des Projekts

  • Um frühzeitig anzusetzen werden MittelschülerInnen in der 8. Klasse angesprochen.
    Die Jugendlichen können sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt melden.
  • Die Jugendlichen unterschreiben eine Vereinbarung, im Rahmen derer sie sich verpflichten pünktlich und zuverlässig zu den Treffen zu erscheinen. Auf die Einhaltung der Regeln achtet die Projektleitung. Die Eltern der Jugendlichen müssen dem Projekt zustimmen bzw. die Vereinbarung ebenfalls unterzeichnen.
  • Eine Informationsveranstaltung für die Paten wird zusammen mit den Lehrern und Berufsberatern durchgeführt, um Ihnen ein Bild von der Situation der Jugendlichen zu vermitteln und Fragen zu beantworten.
  • In einem weiteren Schritt findet die PatInnen-SchülerInnen-Paarbildung statt. Eine bewährte Methode ist die Auswahl in Zusammenarbeit der Lehrer, Paten und der Projektleitung nach fachlichen und persönlichen Kriterien. Alternativ können Treffen der Paten und Schüler veranstaltet werden, um eine Zuordnung nach dem „Tanzstundenprinzip“ vorzunehmen.
  • Die interessierten Jugendlichen werden entweder einzeln oder in einer Kleingruppe von max. 2 Schülern betreut.

Informationen zur Patenschaft:

  • Paten entscheiden selbst über ihren zeitlichen Einsatz und den Umfang ihres Engagements; dabei können sie vollkommen flexibel agieren in Abstimmung mit ihrem Patenkind. Durchschnittlich beträgt der Zeitaufwand ca. 1-2 Stunden / Woche.
  • Paten benötigen keine pädagogische Vorbildung, allein Freude am gemeinsamen Arbeiten mit Jugendlichen.
  • Paten finden bei der Freiwilligenagentur jederzeit einen festen Ansprechpartner, an den sie sich bei Problemen oder Fragen wenden können.
  • Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Klassenleitern, Schulsozial-arbeitern und Berufsberatern, auf deren Erfahrung die Paten auch jederzeit zurückgreifen können.
  • Erfahrungsaustauschtreffen für die Paten werden durchgeführt.
  • Es wird kein starres Schema vorgegeben, die Freiwilligenagentur hält jedoch inhaltliche Orientierungshilfen und einen Leitfaden bereit.

  • Erfahrungsgemäß lässt sich die Begleitung der Kleingruppen inhaltlich in drei Blöcke aufteilen:

1. Orientierung / Berufsfindung

a) Was will ich werden und was muss ich dabei beachten?

b) Welche Praktika helfen mir dabei? Welche Noten muss ich verbessern?

c) Was gibt es auf dem Markt? (Infos werden für die Paten bereitgestellt)

d) Sind meine Erwartungen – falls vorhanden – mit den Realitäten auf dem Lehrstellenmarkt vereinbar?

2. Bewerbung / Begleitung beim Verfassen der individuellen Bewerbungen

a) Erstellung von Unterlagen

b) Ggf. Bewerbungstraining für Praktika und Lehrstelle

c) Auswertung bereits absolvierter Praktika

d) Begleitung bei Bewerbung

3. Check der Bewerbungsunterlagen, die die Jugendlichen erstellt haben

a) Tipps für Bewerbungsgespräche, Rollenspiele

b) Auswertung der Bewerbungsgespräche

Ende des Projektes nach Abschluss des jeweiligen Ausbildungsvertrages oder das Ende des Betreuungsjahres.